Graue Halme, große Löcher, jede Menge Moos und Unkraut – Sie träumen vom perfekten Rasen für Ihren Garten? Wie Sie ihn saftig grün bekommen:



Was ist besser – Rasen säen oder ausrollen?

Besser säen, weil sich die gesäten Pflanzen viel besser an den Standort anpassen, an dem sie leben sollen. Rollrasen ist zwar bequem, weil er schneller fertig und nach drei Wochen bereits nutzbar ist, aber er kostet etwa das Drei- bis Vierfache eines gesäten Rasens.



Welche Rasenmischung soll ich kaufen?

Es gibt Rasenmischungen mit verschiedenen Gräserarten und -sorten für unterschiedliche Standorte. Bei viel Schatten muss man auf jeden Fall eine Schattenrasen-Mischung nehmen. Sonst keimt der Rasen zwar, aber die Gräser sterben wieder ab. Auf sonnigen Flächen kann man alle Mischungen säen. Wichtig ist der Verwendungszweck: Bei starker Belastung sollte es ein Strapazierrasen sein, bei weniger Belastung eine Sport- und Spielrasenmischung. Ohne Belastung sogar Zierrasen.



Wie mache ich meinen Rasen frühlingsfit?

Den ersten Schnitt sollte er im März/April bekommen. Sieht der Rasen gelb aus, hat er Hunger, muss gedüngt werden. Nach dem zweiten Schnitt sollten Sie ihn vertikutieren (anritzen der Grasnarbe), um abgestorbenes Gras herauszuholen und Rasenfilz abzutragen. Dafür ist jetzt der ideale Zeitpunkt, weil das Wachstum schon begonnen hat. Der Boden sollte oberflächlich trocken sein, sonst ist der Effekt gering. Größere Lücken im Rasen müssen nachgesät werden. Und nicht vor der Wachstumsphase vertikutieren – reißt Löcher in den Rasen, die nicht zuwachsen!



Wie bekomme ich Unkraut und Moos weg?

Bei wenig Moos: mit Moosvernichter (chemisch) entfernen. Durch die Gräser wachsen die freien Stellen wieder zu. Bei viel Moos: rausvertikutieren, dann Rasen nachsäen. Vereinzelte Unkräuter kann man mit einem Messer ausstechen. Wenn es viele sind, vor allem bei Klee, hilft ein Unkrautvernichter. Den gibt‘s auch mit Rasendünger, damit Löcher schnell wieder zuwachsen.



Wann soll ich düngen und womit?

Gedüngt werden muss immer dann, wenn kein Wachstum zu sehen oder der Rasen nicht mehr richtig grün ist. Bei Lehmboden kann das zwei- bis dreimal im Jahr sein, bei sandigen Böden vier- bis fünfmal. Auf Rasen gehört nur spezieller Langzeitdünger (enthält Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium). Der sorgt dafür, dass der Rasen seine Nährstoffe auch über einen längeren Zeitraum bekommt.



Wann und wie muss ich bewässern?

Wenn der Rasen zeigt, dass er Durst hat. Dann verfärben sich die Rasengräser gräulich, beim Drauftreten hinterlässt man Fußabdrücke (im Sommer alle drei bis vier Tage). Damit auch die Wurzelspitzen nass werden, muss man lange wässern. Oft eineinhalb bis zwei Stunden. Denn bei 10 bis 12 cm Wurzeltiefe kann der Boden 15 bis 20 Liter Wasser pro Quadratmeter speichern.



Wie oft muss ich mähen?

Einmal die Woche. Das sorgt dafür, dass die Gräser neue Blätter bilden. Der Rasen wird dichter. Bei billigen Mischungen wie „Berliner Tiergarten“ muss man sogar häufiger mähen, da Gräser enthalten sind, die nicht als Rasen, sondern als Futter für Kühe gezüchtet wurden. Schnitthöhe: 3,5 bis 4,5 cm. Nicht tiefer, sonst wird der Rasen schwächer. Im Schatten nicht unter 4,5 cm.



Wie mähe ich Rasen, der zu lang geworden ist?

Den Rasenmäher so hoch wie möglich einstellen, dann mähen. Ein paar Tage warten, dann tiefer mähen. Es ist tödlich für den Rasen, wenn man ihn aus großer Länge runtermäht – dann hat man nur noch gelbe Stiele.



Wie vermeide ich ausgefranste Halme?

Messer des Rasenmähers schärfen lassen, am besten in einer Fachwerkstatt!



Wie kann ich alten Rasen wieder herrichten?

Am besten mit folgender Rasenerneuerung:

1. So tief wie möglich runtermähen.

2. So stark vertikutieren, dass fast nichts mehr vom Rasen übrig ist.

3. Unebenheiten auffüllen.

4. Eine gute Rasenmischung (z. B. „Rasensanierung“) säen.

5. Starterdünger für junge Gräser streuen.

6. Fläche mit 0,5 cm Sand abstreuen.

7. Über gut drei Wochen ständig feucht halten.

8. Erstes Mal nach etwa vier Wochen mähen.


Möglich von Mitte Mai bis Anfang September.




Rasenpflege

So wird Rasen richtig grün